Nach 20 Jahren Planung: Mein Einsatz sichert den Radweg an der S 140

Auf diesen Radweg warten die Menschen zwischen Neugersdorf und Seifhennersdorf seit rund 20 Jahren.

Ich bin selbst Neugersdorferin. Ich kenne die Strecke, die enge Kurve am Waldschlösschen und die Frage, die sich viele Familien stellen: Wie sollen Kinder hier sicher mit dem Rad zum Oberland-Gymnasium nach Seifhennersdorf kommen?

Vor wenigen Wochen sah es trotzdem so aus, als würde das Projekt erneut scheitern. Die Planungen waren weit fortgeschritten, doch auf meine Kleine Anfrage teilte die Staatsregierung mit: Das Geld für den Bau fehlt.

Nach so vielen Jahren wollte ich mich damit nicht abfinden.

Ich habe mich eingesetzt und durchgesetzt, dass Mittel aus dem Sachsenfonds gezielt in Radwege, Schiene und den öffentlichen Nahverkehr fließen. Den Radweg zwischen Neugersdorf und Seifhennersdorf entlang der S140 haben wir dabei priorisiert.

Nun ist die Finanzierung gesichert: Rund 3,7 Millionen Euro stehen für den etwa 2,5 Kilometer langen Geh- und Radweg bereit.

Beim Termin vor Ort hat uns Projektleiter Sebastian Brodner (LISt GmbH) gezeigt, wie die Strecke verlaufen soll. Eine Geschichte dazu ist mir besonders im Gedächtnis geblieben: Als die ersten Planungen für diesen Radweg begannen, ging er selbst noch zur Grundschule. Heute plant er das Projekt als Ingenieur zu Ende.

Im Herbst sollen die ersten Vorbereitungen beginnen, ab Frühjahr 2027 wird gebaut.

Ich freue mich sehr, dass sich die Beharrlichkeit ausgezahlt hat. Vor allem aber bin ich erleichtert, dass eine sichere Verbindung für Schülerinnen und Schüler, Berufstätige und alle, die zwischen beiden Städten mit dem Rad unterwegs sind, endlich näher rückt.

Jetzt muss der Radweg wie geplant umgesetzt werden.

Danke an Sebastian Brodner und Stephanie Ihle von der LISt, Landrat Stephan Meyer, Bürgermeister Steffen Ain und den stellvertretenden Bürgermeister Rüdiger Schaper für den Termin und die konkreten Einblicke vor Ort.